Wir stellen vor: Museum Ludwig in Köln

Das Museum Ludwig in Köln

Es war der 05. Februar 1976, als das Ehepaar Ludwig mit der Stadt Köln einen Schenkungsvertrag unterzeichnete und somit das Museum Ludwig gründete.

Im Vertrag wurde festgeschrieben, dass Irene und Peter Ludwig 350 Gemälde von modernen Künstlern zur Verfügung stellen, die Stadt Köln dafür die Räumlichkeiten schaffen muss, um die Exponate ausstellen zu können, eben das Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz in Köln.

Die Kölner Architekten Godfrid Haber und Peter Busmann bauten das Gebäude, welche 1986 feierlich eröffnet wurde. Es entstand eigentlich ein Doppelmuseum, denn im Gebäude war nicht nur das Museum Ludwig, sondern auch das Wallraf-Richartz-Museum integriert. 1994 wurden die Museen aber wieder getrennt und das Haus am Heinrich-Böll-Platz zeigt daher ausschließlich Bilder der Kunst des 20. Jahrhunderts und natürlich auch der Gegenwartskunst, denn auch heute gibt es zahlreiche Künstler, die es mit Andy Warhol oder Roy Liechtenstein durchaus aufnehmen können. Künstler für moderne Kunst, wie Patrice Murciano, Marius Markowsi oder Robert Dowling sind es genauso wert bewundert zu werden, wie die Künstler des vorigen Jahrhunderts.

Sonderausstellung von Popartkünstlern des vorigen Jahrhunderts

Bis Jänner 2015 findet im Museum Ludwig eine Sonderausstellung statt, mit dem Titel: „Ludwig goes Pop“.

Mehr als hundert Werke der bekannten Künstler Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Roy Liechtenstein und natürlich Andy Warhol werden im Museum Ludwig ausgestellt. Die Vernissage fand am 01. Oktober um 19.00 Uhr statt und wurde von vielen Kunstinteressierten genutzt, um die bekannten Kunstwerke erstmalig im Museum zu betrachten und sich auszutauschen.

In den 50er Jahren, als in England der Kunststil erfunden wurde, sprach man anfangs von einem Skandal, eine Abwertung der Kunst. Dieses Bild hat sich im Laufe der Jahre natürlich grundlegend geändert, heute gehört Pop-Art zu einer der bekanntesten und beliebtesten Stilrichtungen auch im Bereich moderne Kunst. Die Ausstellung im Museum Ludwig bietet jedem die Möglichkeit, das Lebensgefühl der Künstler zu begreifen. Mit Andy Warhol hat der Alltag in der Kunst Einzug gehalten, er gestaltete seine Bilder teilweise bissig, aber auch humorvoll und auch kitschig. Dieser Stil wurde von den modernen Künstlern weitergeführt und natürlich durch eigene Ideen ergänzt, wie zum Beispiel in den Bildern von Patrice Murciano.

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Moderner Popartstil braucht sich nicht zu verstecken

Patrice Murciano gilt als Naturtalent und hat bereits 1996 seinen eigenen Stil dazu entwickelt. Aus ihm stammt auch der Kurvismus oder Courbisme, in Anlehnung an seine Frauenakte mit ihren weiblichen Kurven. Sein Werk Fragilité zeigt seine Bekenntnis zu Frauen und zur weiblichen Schönheit.

Trotz aller Erotik zeigt das Bild aber auch die Zerbrechlichkeit und Sensibilität, die der Künstler in seinen Modellen sieht. Ein meisterhaftes Bild im Popartstil der heutigen Zeit.

Ludwig sammelte viele Bilder namhafter Popart Künstler

Ludwig goes Popart zeigt circa 150 Bilder der bekanntesten Künstler dieser Stilrichtung aus so gut wie allen Häusern, die mit dem Namen Ludwig verbunden sind. Auch Ludwig hatte anfangs Schwierigkeiten mit der neuen Kunstrichtung, es dauerte jedoch nicht lange bis er selbst begeisterte Sammler wurde.

So sammelte er in der Zeit Bilder von Tom Weselmann, Roy Liechtenstein, Robert Rauschenberg, James Rosenquist und Jasper Johns. Würde Peter Ludwig, der 1996 verstorben ist, heute noch leben, würde er sicher auch Werke von Marius Markowski sammeln, denn auch Markowski hat sich dem Popart gewidmet und erzeugt moderne Werke voller neuem Charme und erotischem Touch. Seine Collagen bestehen meist aus Zeitschriftsstücken, die nach dem Zufallsprinzip kombiniert werden. Im Bild „New York Taxi“ hat er zwei unterschiedliche Betrachtungsebenen geschaffen.

In der Distanz sieht man eine Frau in ein Taxi steigen und in der Nähe findet der Betrachter Teste und Informationen zum Bild. Blickt man zuerst noch unbeschwert auf die Szene, wird man, je länger man das Bild betrachtet, immer mehr zur Konzentration auf die Genauigkeit gezwungen, der man sich kaum mehr entziehen kann. Oder auch Robert Dowling, eine Autodikdakt, der gerne mit Öl und Acryl auf Leinwand arbeitet, gehört in die moderne Kunst. So entstand auch sein Werk Mondsänger oder Howling Wolf. Generell ist der Künstler dem Winter und vor allem Weihnachten zugetan.

Ausstellung Andrea Büttner „2“

Neben der genannten Ausstellung findet bis 15. März auch noch eine Andrea Büttner Ausstellung statt. Dafür wurde der größte Raum im Museum zweigeteilt und in einen hellen und dunklen Teil getrennt. Im dunklen Teil kann man die neueste Videoinstallation der Künstlerin sehen, in welcher vorwiegend Männer ihre Klaviere zerstören und auch Szenen in welchen neun Pianistinnen synchron Stücke von Chopin und Schuhmann spielen.

Quelle der Museumsinformationen: http://www.museum-ludwig.de/

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