Rekordauktion – Gauguin das teuerste Bild

Bisher war der „Kartenspieler“ von Paul Cèzanne das teuerste Bild der Welt. Für 250 Millionen Dollar wechselte es 2012 den Besitzer. Jetzt dürfte Cèzanne aber von Paul Gauguin überholt worden sein. Der bisherige Stolz des Kunstmuseums in Basel, das Gemälde „Nafea“ ist Gerüchten zufolge überraschend um die stolze Summe von 300 Millionen Dollar verkauft worden und wurde somit zum teuersten Bild aller Zeiten.

„Nefea“ – das teuerste Bild aller Zeiten

In der Zeit seines ersten Südseeaufenthalts hat Paul Gauguins das berühmte Werk „Nafea“ geschaffen. Die Südsee war generell der Lieblingsplatz des 1848 in Paris geborenen und 1903 auf Hiva Oa in Französisch-Polynesien gestorbenen Künstlers.

Viele seiner Werke haben die Südsee als Thema, aber keines wurde bisher um diese stolze Summe verkauft. Käufer des Bildes ist angeblich ein katarischer Scheich. Der bisherige Besitzer, der Schweizer Ruedi Staechelin, der Enkel des 1946 verstorbenen Rudolf Staechelin hat die Summe bisher jedoch weder bestätigt noch dementiert.

Das bedeutendste Bild der Gauguin-Ausstellung in Basel

Der volle Titel des Bildes, das 1892 entstanden ist, lautet „Nafea faa ipoipo, was so viel heißt, wie „Wann wirst Du heiraten?“ und zeigt zwei Tahitianerinnen in der ursprünglichen Landschaft der Insel. Das Bild wird in einer großen Gauguin-Ausstellung der Foundation Beyeler in Basel noch zu sehen sein, bevor es in den Besitz des Scheichs geht. Bisher war das Gemälde eines der bedeutendsten Bilder der Sammlung Staechelin im Basler Kunstmuseum und war für das Museum beinahe unverzichtbar.

Auch der Rest der Sammlung wird aus Basel abgezogen

Neben dem Verkauf des Gauguin-Werkes wird Staechelin die verbliebene Sammlung in Washington und Madrid ausstellen und womöglich nicht mehr nach Basel zurückbringen.

Das Kunstmuseum ist derzeit mit Erweiterungsarbeiten beschäftig und hat damit nur mehr eingeschränkten Platz zur Verfügung. Kritische Stimmen werfen dem Kanton Basel vor, zu wenig getan zu haben, um die Kunstwerke in der Schweiz zu halten.

Gauguin spielt mit den Farben der Realität

Die Werke Gauguins sind geprägt von einer Vielfalt an Farben, die mit dem Licht und Schatten spielen. Nicht immer waren die Farben an die Wirklichkeit angepasst, immer wieder zeigte Gauguin rosafarbene Strände und ein türkisgrünes Meer. Auch im Bild „Nafea“ hat er auf diese Art und Weise eine Szene geschaffen, die seinesgleichen sucht. Die beiden Frauen im Bild spiegeln einerseits Hoffnung und andererseits auch Zweifel wieder.

Quelle: http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article137204674/Ist-dieser-Gauguin-das-teuerste-Bild-aller-Zeiten.html

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