Kunst und Kommerz – eine subjektive Betrachtung

Kunst verkaufen kommerzZeitgenössische Kunst lässt sich in unserer modernen Zeit kaum mehr von Kommerz trennen. Neben dem künstlerischen Wert wird die Vermarktung des Kunstwerkes immer wichtiger. Dabei dürfen die künstlerischen Aspekte jedoch nicht zu kurz kommen. In der Kunstszene hört man immer wieder, dass früher alles viel besser gewesen wäre.

Der Kommerz hat die Kunst noch nicht so fest im Griff gehabt und die Künstler haben sich noch ihren kreativen und spirituellen Fähigkeiten widmen können. Das ist natürlich auch heute noch der Fall, jedoch bringen es die neuen Medien und sozialen Netzwerke mit sich, dass sich kein Künstler mehr davor drücken kann. Im Vordergrund soll jedoch immer noch eines stehen, das Endergebnis des künstlerischen Prozesses, das Kunstwerk selbst.

Das Kunstwerk und nicht die Konsumentenbedürfnisse liegen im Fokus des Kunstmarketings

Keith Diggle, Initiator und Erfinder des Kunstmarketings sagt, dass der Schwerpunkt darin liegt, den Kontakt zwischen dem Kunstwerk und dem Konsumenten herzustellen, um damit so viele Personen, wie nur möglich, dafür zu interessieren.

Das Ziel ist nicht Konsumentenbedürfnisse zufriedenzustellen, sondern diese dazu einzuladen, das Kunstwerke kennen- und schätzen zu lernen. Genau da liegt die Schwierigkeit zwischen Kunst und Kommerz.Nicht die Konsumenten sollen zufrieden sein, sondern das Kunstwerk geschätzt werden, die Zufriedenheit der Konsumenten kommt dann von selbst. (Quelle: http://www.artmarketingmanagement.com/index.php/2014/06/04/arts-marketing-theory-1-keith-diggle/.)

Kunst muss Aufsehen erregen, damit sie gekauft wird

Patric Murciano

Patric Murciano

Im Wirtschaftsleben steht die Gewinnerzielung im Vordergrund, das soll in der Kunst natürlich nicht so sein. Selbstverständlich gibt es auch in der Kunst Bereiche, die auf Kommerz ausgerichtet sind, vor allem in der Musikszene gibt es dafür genügend Beispiele.

In der bildnerischen Kunst soll für jeden Künstler jedoch das Kunstwerk im Vordergrund stehen. Galerien spielen dabei eine wesentliche Rolle, durch Ausstellungen werden die Bilder und die Kreativität des Künstlers einer größeren Menge an Interessierten nähergebracht. Auch das Internet spielt eine große Rolle im Kontakt zwischen Kunst und Kommerz. Internetportale haben es sich zum Ziel gesetzt, zeitgenössische Künstler und ihre Kunstwerke bekannt zu machen, natürlich soll damit auch Umsatz gemacht werden, jedoch in seriösem Rahmen, der den Künstlern gerecht wird.

Kommerz darf keine Kunstwerke vom Fließband produzieren

Wenn man die Begriffe Kunst und Kommerz zusammenfassend betrachtet, sieht man, dass das eine ohne das andere nicht funktionieren kann. Jedoch muss die kommerzielle Vermarktung, das Kunstmarketing, im Rahmen bleiben und darf nicht im Vordergrund stehen.

Bilder vom Fließband will niemand, Kunstinteressierte wollen einzigartige Kunstwerke mit Tiefsinn und kreativer Freiheit.

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