Das Wesen der expressiven Malerei

In der expressiven Malerei ist nichts vorgegeben, expressive Künstler legen nichts fest, sie lassen sich von Spontaneität und von Emotionen leiten und bringen so ihre persönlichen Empfindungen in ihre Kunstwerke ein. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es den Expressionismus als eigene Stilrichtung, damals wurde er als Gegenstil zum Naturalismus ins Leben gerufen.

Eigene Künstlervereinigungen entstanden, Kunstkenner kennen den Rheinischen Expressionismus, die Brücke oder den Blauen Reiter. Wichtige Expressionisten waren Vincent van Gogh oder Edvard Munch und auch in der zeitgenössischen Kunst finden sich immer wieder Künstler, die sich der expressiven Malerei widmen.

Expressive Malerei gibt die Gefühle der Künstler wider

In jedem Kunstwerk der expressiven Malerei kann der Betrachter die Emotionen des Künstlers entdecken, man kann die Energie und die Empfindungen spüren, die von den Kunstschaffenden ausgegangen sind.

Wichtig ist dabei nicht die wahrheitsgetreue Nachbildung von Motiven und Formen, sondern der subjektive Eindruck des Malers.

Dadurch entsteht ein ungebundener Umgang mit Formen und Farben und die Sehnsucht der Künstler nach Freiheit und Natürlichkeit. Einer, der modernen Künstler, der mit dem Expressionismus spielt, ist Gerard Hendriks, der seine Aquarelle mit einem faszinierenden Zusammenspiel von Papier, Wasser und Pigment zu einem besonderen Kunstwerk formt.

Dabei entstehen nicht gewollte Farbspritzer oder Farbverläufe, die jedes Bild zu einem neuen Erlebnis werden lassen. Er arbeitet viel mit der Natur und mit Blumen, wie in seinem Kunstwerk „Weiße Tulpen“.

Ein Spiel von wenigen Farben, die aber sehr viel Leben in das Bild bringen, die Tulpen scheinen aus den Vasen zu wachsen, um sich mit der Umwelt zu vereinen. Überall, wo sich der Künstler bewegt, hat er seine Utensilien dabei, um seine Eindrücke festzuhalten und so jedes Bild zu einem neuen Abenteuer werden zu lassen.

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Expressionismus und expressiver Realismus

 Irene Mischak Im Regen

Irene Mischak Im Regen

Genau wie Hendriks Kunstwerken arbeiten expressive Künstler mit leuchtenden und kräftigen Farben und schöpfen damit Kunstwerke ohne jeglichen Zwang und mit voller Freiheit.

Mit ihrer künstlerischen Freiheit wollen Expressionisten auch gegen soziale Missstände aufzeigen und eine eigene Kunstordnung schaffen. Eine Form des Expressionismus ist der expressive Realismus, in welchen Farben nicht nur Träger des künstlerischen Ausdrucks sind, sondern auch Medium, wodurch neuer Raum und neue Formen geschaffen werden.

Lange Zeit war der expressive Realismus vergessen, erst um das Jahr 1980 eroberte er sich wieder einen Platz in der Kunstszene und hat sich diesen Platz bis heute verstärkt. Expressiver Realismus ist ein Mittelweg zwischen starren Formen und dem Gefühl der Künstler.

Moderne Kunst im expressiven Realismus

Obwohl den Motiven mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, darf der Ausdruck der Gefühle nicht fehlen.

Markus Haub hat in seinem Kunstwerk „Porsche 911 blue“ das Motiv, den Porsche in den Mittelpunkt gerückt und doch mit seinen Farben im Umfeld ein Werk geschaffen, welches den Betrachter nicht gefühllos lässt.

Mit der Kamera fängt der Künstler seine Motive ein und überarbeitet das Bild mit Acryl, Patina und Lack. Dadurch wird das Original zum Teil zerstört und dabei ein neues Bild geschaffen, welches das Gefühl des Künstlers widerspiegelt.

Max Liebermann, ein Zeitzeuge des Expressionismus

Max Liebermann hat 1929 mit zwei Sätzen die Kunst einfach und schnell erklärt:

„Das Neue in der Kunst ist die neue Persönlichkeit des Künstlers, der hinter dem Bilde steht. Wohl kann man Originelles erfinden, aber das Originale wird mit uns geboren“.

Damals war er mit seinen Kunstwerken zwar noch ein Einzelgänger, in der Zwischenzeit ist die Kunstrichtung aufgrund ihrer einmaligen Möglichkeiten zu einem Stil geworden, der niemanden kalt lässt und auch Menschen, die sich wenig mit Kultur beschäftigen, anspricht.

Nähere Informationen zu Max Liebermann findet man unter https://www.dhm.de/lemo/biografie/max-liebermann.

Im Zentrum stehen Gefühle und Emotionen

Das Wesen der expressiven Malerei liegt also in der Leidenschaft des Künstlers.

Der Stil kann nicht genau und einheitlich definiert werden, ist er doch durch die Emotionen und Gefühle der Künstler geprägt. Jeder Künstler hat bei seiner Arbeit eigene Eindrücke, die in das Bild integriert werden.

Das subjektive Gefühl tritt in den Mittelpunkt und wird zum alleinigen Mittel in der künstlerischen Arbeit. Zwischen den Künstlern gibt es dadurch große Unterschiede im Stil der Malerei und dadurch auch eine erschwerte Zuordnung zum expressiven Kunststil.

Nicht immer werden nur Motive mit schönen Formen dargestellt, sondern auch hässliche Formen, die den Betrachter wachrütteln und in die Gedankenwelt des Künstlers führen sollen.

Dadurch prallen auch Pessimismus mit Optimismus zusammen und wie bekannt, ziehen sich Gegensätze an.

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