09.01.2015 – Der Fotokünstler Boris Mikhailov wurde mit dem Kaiserring 2015 ausgezeichnet

foto-kunstSeit 1975 werden in Goslar Künstler mit dem sogenannte „Kaiserring„, einem Kunstpreis für großartige Gegenwartskünstler, ausgezeichnet. Jeden Oktober vergibt eine hochkarätige Jury den zu den weltweit bedeutendsten Kunstpreisen gehörenden Kaiserring.

09.01.2015 wurde bekannt, dass 2015 der ukrainische Fotokünstler Boris Mikhailov diesen begehrten Preis erhält. Eine Jury mit hochrangig besetzten Kunstexperten hat damit die Arbeit des Künstlers in der zeitgenössischen Fotografie gewürdigt. Im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs hat der CDU-Oberbürgermeister Oliver Junk den Preisträger bekannt gegeben.

Ein großartiger Fotokünstler der Ukraine

Boris Mikhailov wurde am 25. August 1938 in Charkow geboren und gilt als einer der talentiertesten Fotografen der Sowjetunion.

Seine Bilder haben großteils dokumentarische Hintergründe und er scheut sich auch nicht, Gesellschaftskritik zu üben. Menschen, die ihr Leben verloren und aufgegeben haben, gehören zu seinen liebsten Motiven. Bekannt wurde er durch erschreckende und aufwühlende Bilder von Obdachlosen seiner Geburtsstadt. Mikhailov lebt und arbeitet aber nicht nur in Charkow, sondern auch in Berlin.

Große internationale Ausstellungen in New York, Amsterdam, London, Paris, Wien, München, Berlin und Hannover haben ihn zu einem Künstler mit Weltruhm aufsteigen lassen.

In der Begründung der Jury heißt es, dass Mikhailov in seinen Bildern mit seinem Ausdruck und allen nur technischen Möglichkeiten der Fotografie experimentiert, jedes Bild hat bekommt einen eigenen Charakter. So seien neue und ungewöhnliche Kolorierungen, Bildüberlagerungen, sowie Verfremdungen entstanden, die den Alltag der ehemaligen Sowjetunion dokumentieren. (Quelle: http://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-kultur_artikel,-Fotokuenstler-Boris-Mikhailov-erhaelt-Kaiserring-2015-_arid,1030108.html)

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Bilder voller Verletzlichkeit und Gefühl

Bevor der Künstler das erste Mal einen Fotoapparat in den Händen hielt, arbeitete er in einer Fabrik. Als Erstes entstanden Aktbilder seiner Frau, als jedoch der KGB davon erfuhr, wurde Mikhailov wegen Pornografie entlassen. Daraufhin fasste er den Entschluss, Fotokünstler zu werden.

Seine Motive befassten sich immer mit dem Alltag seiner Stadt, berühmt ist seine „Rote Serie„, in welcher er mit der Farbe Rot spielt. Rot steht in der Sowjetunion für die sozialistische Gesellschaftsordnung und für die Oktoberrevolution. In jedem Bild wird die Realität hinterfragt und die Verletzlichkeit der Menschen gezeigt. Er zeigt die Not der Menschen deren äußere und vor allem auch innere Wunden und kritisiert die Konsumgesellschaft. Mikhailov inspirierte auch zahlreiche junge Künstler, die seine Technik zwar nicht kopieren, aber seine Ausdrucksformen als Vorbild nehmen.

Jedes Jahr werden großartige Künstler ausgezeichnet

Jedes Jahr werden zahlreiche zeitgenössische Künstler nach Goslar gelockt. Mit dem Kaiserring reiht sich Mikhailov in eine imposante Reihe von Künstlern ein, wie zum Beispiel Henry Moore, der 1975 der erste Preisträger war. Sein Kunstwerk „Goslarer Krieger“ steht immer noch im Garten hinter der Kaiserpfalz.

Mehr Infos:

http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_72429686/kunst-fotokuenstler-boris-mikhailov-erhaelt-kaiserring-2015.html

http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/Ukrainischer-Fotograf-Mikhailov-bekommt-Goslarer-Kaiserring-2015

Fotos von Boris Mikhailov:

http://www.heise.de/foto/meldung/Ukrainischer-Fotokuenstler-bekommt-Kaiserring-2015-2515640.html

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